So ändern Sie Ihre unerwünschten Verhaltensweisen

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Um unerwünschte Verhaltensweisen zu ändern, stehen zwei Vorgehensweisen zur Verfügung: Hypnose und Suggestionen. Beide sind leicht zu erlernen und damit auch leicht anzuwenden.

Nehmen wir an, Sie erleben sich als nervös und unsicher im Alltag und möchten das verändern, indem Sie gelassener werden. Eine Hypnose ist ein Entspannungsverfahren, das aufgrund seiner bildhaften Form Zugang zur linken Gehirnhälfte und damit zu Fähigkeiten, die im logisch dominierten Alltag in Vergessenheit geraten können, bietet. Eine Hypnose verläuft übrigens unspektakulär und hat nichts mit Hypnoseshows zu tun. Sie behalten die Kontrolle über Ihren Körper die gesamte Hypnose über. Der Einstieg in eine Hypnose erfolgt für gewöhnlich über ein angenehmes Erlebnis, begleitet von tiefem Ein- und Ausatmen, wodurch sich die Entspannung auf den gesamten Körper überträgt. In dieser Entspannung können Sie bewußt die Erfahrung der Gelassenheit machen, die Sie sich für den Alltag wünschen. Sie können diese Erfahrung auskosten und zur Kenntnis nehmen, was sich im Zustand der Gelassenheit ändert: vielleicht ein Gefühl der Gelöstheit im Bauch, vielleicht die entspannten Schultern, die dem Brustkorb mehr Raum zum Atmen geben? Die Hypnose wird damit beendet, diese Erfahrung der Gelassenheit bewußt in den Alltag mitzunehmen.

Suggestionen stellen sehr oft einen Bestandteil einer Hypnose dar. Sie werden auch in anderen Entspannungsverfahren wie z.B. im Autogenen Training eingesetzt, können aber auch für sich alleine angewandt werden. Der deutlichste Unterschied in meinen Augen ist, dass eine Hypnose eher bildhaft abläuft (Text ist also nicht wichtig), eine Suggestion hingegen eher aus Glaubenssätzen besteht. Um beim Beispiel der Gelassenheit zu bleiben, könnte die Suggestion lauten: „Ich bin ruhig und gelassen“ oder „Mein Selbstvertrauen wächst von Tag zu Tag“.

Eine Suggestion muss glaubwürdig sein, sonst funktioniert sie nicht. Auch das ist ein wesentlicher Unterschied zu einer Hypnose, in der Glaubwürdigkeit keine Rolle spielt. Suggestionen und Hypnose werden deshalb häufig miteinander kombiniert, weil Wohlbefinden die Wirksamkeit der Suggestion deutlich erhöht und Sie sich in einer Hypnose stets entspannt und geborgen fühlen. Glaubwürdigkeit bedeutet zudem auch, dass der Inhalt der Suggestion mit unserem inneren Erleben übereinstimmen muss. Willensmäßige Anstrengung ohne entsprechende bildhafte Vorstellung bleibt erfolglos. Die Hypnose bietet einen einfachen Zugang zu unseren inneren Annahmen darüber, wie unser Leben zu verlaufen hat, die Suggestion unterstützt idealerweise diese Annahmen auf liebevolle Weise.

Eine einfache Vorgehensweise, zu einer wirksamen Suggestion zu gelangen, lautet wie folgt:

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um sich in einen Zustand der körperlichen Entspannung zu versetzen, schließen Sie die Augen oder fixieren Sie einen Punkt im Raum. Atmen Sie ein paar Mal tief durch. Spüren Sie die Position Ihres Körpers, wie die Füße auf dem Boden aufliegen, die Unterlage, auf der Sie sitzen oder liegen, die Position der Arme, die Haltung Ihres Kopfes. Wenn sich irgend etwas unangenehm anfühlt, können Sie es ändern, sodass sich das Gefühl des Wohlbefindens vergrößert.

Wenn sich Ihr Körper wohl fühlt bewirkt das automatisch eine geistige Entspannung. Wenn Bilder auftauchen, lassen Sie es ruhig zu. Sollten unangenehme Gedanken oder Bilder dabei sein, ist das auch in Ordnung. Es sind nur Gedanken, und Gedanken kommen und gehen.

Bleiben Sie bei einem angenehmen Gedanken. Das kann ein Bild aus Ihrer Erinnerung sein, in der Sie ruhig und gelassen waren, vielleicht ist es auch eine Körperempfindung, z.B. ein warmes Kribbeln in den Füßen. Formen Sie diesen angenehmen Gedanken in eine Suggestion um, z.B. „Ich trage das warme Gefühl der Gelassenheit in mir“ oder „Ich verfüge über die Fähigkeit, ruhig und gelassen zu sein“. Weil Ihr Unterbewußtsein gerade die dazu passende Information liefert, wird diese Suggestion als glaubwürdig eingestuft und bewirkt beim nächsten Mal tatsächlich, dass Sie gelassener werden. Erinnern Sie sich dann nicht nur an den Text der Suggestion, sondern holen Sie auch wieder die Erinnerung oder die Körperempfindung her.

Astrid Gerstl

Mentaltrainerin

http://www.verkaufshandwerk.com

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